Wie Erik Kübler 2014 half Leben zu retten.

Erik Kübler - Qualitätssicherung bei Losberger De Boer

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„Bevor ich zu Losberger De Boer kam, war ich als Schneider tätig und fertigte Frauenkleider von Hand, insbesondere Hochzeitskleider. Später wechselte ich in die Lederindustrie. Die Arbeit fiel mir auf Grund meiner abgeschlossenen Schneiderausbildung leicht, aber die Löhne waren leider sehr niedrig. Als meine Frau und ich uns entschlossen eine Familie zu gründen, wusste ich, dass es an der Zeit war mir etwas Neues zu suchen. Daher kehrte ich der Lederindustrie den Rücken und kam zu Losberger De Boer. Diese Entscheidung liegt nun 21 Jahre zurück.

 

Eines der spannendsten Projekte, an welchem ich mitarbeiten durfte, fand 2014 während der Ebola-Krise statt. Wir wurden von der Lufthansa dazu beauftragt einen Airbus 340 in ein fliegendes Krankenhaus für infizierte Entwicklungshelfer umzubauen, sodass diese in Quarantäne zurück nach Deutschland gebracht werden konnten.

 

Die Lufthansa benötigte eine sofortige Lösung, aber keiner unserer Bauingenieure war zu diesem Zeitpunkt verfügbar. Also entwarf ich die Zelte selbst – mit meiner Erfahrung, einem Lineal, Bleistift und einem Blatt Papier. Aufgrund des hohen Zeitdrucks und der Komplexität der Anfrage, erstellte ich eine grobe Skizze bei der die Sitze aus dem Flugzeug entfernt und drei hermetisch isolierte Modulkabinen eingebaut wurden. Wir fertigten die PVC-Planen, trafen alle notwendigen Vorbereitungen und fuhren umgehend nach Hamburg. Dort bauten wir in Zusammenarbeit mit dem Lufthansa-Personal das Flugzeug um.

 

Das erste Modul diente den Helfern und Ärzten als Ankleidebereich für die Schutzbekleidung. Darauf folgte die Kabine, in der das Personal nach der Arbeit dekontaminiert wurde. Im dritten Modul wurden die Patienten schließlich medizinisch versorgt, wie es auch in einem normalen Krankenhaus üblich ist.

 

Es war großartig zu sehen, dass unsere Entwicklung dem enormen Druckabfall während des Testflugs standhielt und daraufhin die Technology von der Lufthansa freigegeben wurde. Die Bundesregierung mietete das Flugzeug für ein Jahr und führte viele Krankenflüge durch, sodass das Flugzeug schon bald Schlagzeilen machte. Natürlich machte mich das Projekt sehr stolz und ist bis heute noch ein besonderes Ereignis für mich.

 

Auch nach 21 Jahren bin ich sehr glücklich bei Losberger De Boer. Im Moment bin ich für den Bereich Qualitätssicherung verantwortlich und schule/trainiere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an unseren Standorten in Ungarn, Frankreich und Deutschland. Es freut mich, Teil eines so erfolgreichen Unternehmens zu sein.“