Ein traditionelles deutsches Fest im unvergleichbaren Indien

von Jochen Kolb

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  • schwäbischer Wein in Indien
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„Wenn man von Deutschland aus das erste Mal in Neu-Dehli eintrifft, begegnet man einer komplett anderen Welt. Es ist laut, überfüllt und es gibt tausende unterschiedliche Gerüche.

Hunderte von Menschen warten auf ihre Liebenden und Hunderte von Autos fahren auf kaum erkennbaren Straßen. Alle Fahrer machen von ihrer Hupe Gebrauch, selbst wenn sich niemand von der Stelle bewegen kann. Es scheint aber niemanden zu stören.

 

Eine Taxifahrt, die in Erinnerung bleibt

Eine altes Ambassador-Taxi (ein indisches Auto, das in den 50er Jahren entworfen wurde) brachte mich zum Hotel. Es war eine unvergessliche Taxifahrt, da wir über unbefestigte Straßen fuhren und das Auto keine Scheinwerfer besaß. Der Fahrer musste mehrere Male die Handbremse betätigen, um nicht in den ungesicherten Straßengraben zu geraten. Ich sah ihn dunkle Hindernisse überholen, die sich schließlich als Elefanten, mit (befestigten) Blinklichtern am Schweif, herausstellten. Und lasst uns nicht all die Kühe und Schweine auf der Straße vergessen.

 

Wie man Deutschland nach Indien bringt

Ungeachtet der großen kulturellen Unterschiede, entschieden wir uns dazu, unser Zelt den indischen Kunden während eines typisch deutschen Weinfestes näherzubringen. Eine solche Zeltkonstruktion war bis dato in Indien gänzlich unbekannt. Das Event war ein großer Erfolg und wurde viele Jahre lang wiederholt. Mit dem Verkauf des ersten Zeltes in Indien startete eine Losberger De Boer Erfolgsgeschichte.

 

Viele Menschen aus der Vermietungs-, Event- und Messebranche waren eingeladen, um eine freistehende Aluzelthalle zum ersten Mal überhaupt aus nächster Nähe zu erleben. Wir servierten deutschen Wein und ein Bäcker versorgte uns mit Brot und schwäbischen Bretzeln. Außerdem bereitete der Koch traditionelle schwäbische Gerichte zu, während eine Band typisch deutsche Musik spielte.

 

Die Besucher genossen den ersten Eindruck von deutscher Ingenieurskunst (und deutscher Küche) sehr. Es war ein riesen Spaß, den Indern dabei zuzusehen, wie sie Maultaschen mit Kartoffelsalat probierten, Wein tranken und zu deutscher Musik tanzten.

 

Aber am Wichtigsten: Das Event war ein großer Erfolg und wurde viele Jahre lang wiederholt. Mit dem Verkauf des Zeltes startete eine Losberger De Boer Erfolgsgeschichte in dem eindrucksvollen Land – Indien.“