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The heat is on – Nachhaltigkeit bei Zelten

08.01.2016

Der fortschreitende Klimawandel stellt auch die Veranstaltungsbranche vor wachsende Herausforderungen. Losberger hat den Kubo als temporäres Gebäude intensiv unter die Lupe genommen.

 

Seit Jahren diskutiert man über nachhaltige Meetings und Events und umweltfreundliche Veranstaltungen. Inzwischen weiß man auch schon einiges über Energiesparlampen, veganes Fingerfood und CO2-Fußabdrücke. Doch was können temporäre Locations dazu beitragen? Und wie lässt sich „Nachhaltigkeit“ bei Zelten nachweislich berechnen?


Als erstes Unternehmen in der Zeltbranche hat sich Losberger dieser Thematik angenommen und den Losberger Kubo als temporäres Gebäude intensiv unter die Lupe genommen. Um ihn klimatisch auf Herz und Nieren zu testen, engagierte Losberger das neutrale Unternehmen Integral Ingenieure aus Aachen, Profis für Schall- und Wärmeschutz. 

 

Die Simulation

Die erste Untersuchung umfasste zwei Kubos in obiger Konstellation mit 6 verschiedenen Aufbaukonstruktionen und erfolgte mittels Gebäudesimulation unter Berücksichtigung der äußeren Wärmelasten, aller inneren Einflüsse und der geplanten Haustechnik. Es wurden verschiedene Standorte weltweit ausgesucht und klimatische Verhältnisse sehr nah an der Realität simuliert.   

 

Der Praxistest

Die reale Untersuchung wurde mit zwei unterschiedlichen Kubo Hallen mit je einer Grundfläche von 10 x 10 m durchgeführt. Aufbauvariante Kubo 1 umfasste eine Thermoplane, 50% Isolierglas und 50%Thermowandkassetten, Aufbauvariante 2 eine Standard Dachplane, 50% Wand-kassette und 50% ESG-Glas. Beide Varianten galt es messtechnisch miteinander zu vergleichen. Sie wurden durchgängig beheizt und sonst nicht weiter beeinflusst (kein Nutzer, keine internen Wärmelasten). Die thermische und energetische Messung wurde 7 Tage lang ausführlich durchgeführt, um festzustellen, wie sich die verschiedenen verwendeten Materialien auf die Temperaturen in den Hallen und auf den Energiebedarf auswirken.   

 

Das Ergebnis

Der Heiz- und Kühlenergiebedarf im gedämmten Kubo unterschied sich deutlich von der ungedämmten Variante mit Standardwand und Standardglas. Eine garantierte Ersparnis von mindestens 20 Prozent wurde im Praxistest nachgewiesen. Warum mindestens? Das „mehr“ hängt nicht nur von der Dämmung ab, sondern ist auch dem Ort, der Außentemperatur und der Veranstaltungsart geschuldet. Der nicht belegte Fußboden erwies sich beim Test als „konstruktive Kältebrücke“. Mit Teppich und/oder Fußbodenheizung ist das Raumgefühl aber ein deutlich anderes und die Atmosphäre ist es auch. Und die Ersparnis steigt. Das Spannungsfeld zwischen technisch Machbarem, Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit hat Losberger stets im Blick. Die entstandenen Berechnungen und Aufnahmen dienen zur Weiterentwicklung zukünftiger Materialien im Zeltbau.