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25 Jahre aktiv ein Unternehmen gestalten ...

Losberger GmbH, 16.03.2006

 

Gerade mal siebenundzwanzig Jahre alt, wurde Friedrich Losberger von seinem Vater Helmut Losberger am 01. April 1981 ins Unternehmen berufen. Gemeinsam und gleichberechtigt mit seinem Bruder Norbert führte er in der dritten Generation die Geschäfte des 1919 gegründeten Familienunternehmens. 1994 verließ Norbert Losberger im Rahmen eines Anteiltausches zwischen der Losberger Intertent und der Losberger Holzleimbau die Geschäftsleitung des Zelt- und Hallenbauers. Ab da stand Friedrich Losberger dem Unternehmen alleine vor.

 

Gleich am Anfang gab es strategische Entscheidungen, die bis heute wirken.

Bei seinem Eintritt ins Unternehmen lag das

Studium (Dipl. Ing. FH/Dipl.-Wirtschaftsing. FH) erst wenige Jahre zurück, erste Berufserfahrungen waren bei SEL in Stuttgart gesammelt worden. Schon nach kurzer Zeit im familieneigenen Unternehmen nahm er nach seiner persönlichen Einschätzung eine der ersten großen Herausforderungen in seiner Laufbahn an: In einer wirtschaftlich nicht einfachen Zeit waren bei Losberger umfassende Restrukturierungen, sowohl bei den Produkten wie auch beim Personal, durchzuführen. Am Ende standen ein neues, in sich kompatibles  Produktprogramm mit deutlich verbessertem Kundennutzen und eine wesentlich gesteigerte Pro-Kopf-Rentabilität.

 

Auf dieser Basis fand die Entwicklung zu einem heute in der Branche weltweit bedeutenden Unternehmen statt. Der Zelt- und Hallenumsatz in Vermietung und Verkauf stieg von damals 7,5 Mio. EUR auf knapp 100 Mio. EUR im letzten Jahr. In 2006 sollen rund 120 Mio. EUR erreicht werden. Aus dem hauptsächlich auf den Binnenmarkt konzentrierten Unternehmen entstand ein international agierendes Haus, das heute gut 70 % seines Umsatzes im Ausland generiert. Der Pro-Kopf-Umsatz stieg von zirka 65.000 EUR auf rund 185.000 EUR im letzten Jahr. In 2006 soll er bei 220.000 EUR liegen.

 

Dass Losberger heute diese Zahlen präsentieren kann und der Zukunft optimistisch entgegenblickt, hat viele Gründe. Zwei davon lassen sich in den 80-er Jahren finden.  Damals beschloss Friedrich Losberger neben der Produktbereinigung und der Einführung der Zeltbaukasten-Systeme, sich konsequent auf den Zelt- und Hallenbereich zu konzentrieren. Im Gegensatz zu anderen, die vor allem den Zeltemarkt für gesättigt hielten, sah er gute Marktchancen für intelligente Zelt- und Hallenprodukte. Unternehmensbereiche wie die Technische Konfektion (LKW-Planen, Sonderkonfektionen), der Sonnenschutz (Markisen), die Zeltmöbel und das Autohaus wurden verkauft oder aufgelöst. Die Erträge daraus wie auch die gewonnenen freien Managementkapazitäten kamen dem zukünftigen Kerngeschäft zugute.

 

Auch aus heutiger Sicht, so Friedrich Losberger, waren dies richtige und besonders wichtige Entscheidungen. Gerade im Mittelstand ist es unverzichtbar, dass der Unternehmensleiter nicht nur kaufmännisch und am wirtschaftlichen Ergebnis orientiert arbeitet, sondern dass er selbst von seinen Produkten und den Menschen, für die sie gemacht werden, viel versteht. Diese Kenntnis, zusammen mit kaufmännischen Kriterien, lässt so handeln, wie es für das Unternehmen gut ist. Je mehr gänzlich unterschiedliche Produkte und Märkte beachtet werden müssen, um so problematischer wird es mit dem Überblick und den richtigen, sinnvollen Entscheidungen. Trotz aller Fach- und Managementkompetenz, die heute in Verwaltung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing auch bei Losberger  vertreten ist.

 

Von Heilbronn nach Bad Rappenau-Fürfeld

Durch das stetige Wachstum im Zelte- und Hallengeschäft wurde es am Standort in der Hans-Riesser-Straße in Heilbronn gegen Ende der 80-er Jahre zu eng. Neben den Raumproblemen gab es auch Schwierigkeiten in der Lager- und Produktionslogistik, was die Produktpreise unnötig belastete. Am angestammten Platz  waren die erforderlichen Um- und Neubaumaßnahmen nicht durchzuführen. Deshalb entschloss man sich, auf einem geeigneten Gelände komplett neu zu bauen. 1993 zog Losberger an den neuen Standort nach Bad Rappenau-Fürfeld, der bis heute in seiner Dimension und Ausstattung beispielgebend in der Branche ist.

 

Ebenfalls am neuen Standort wurde 1966 im Zusammenhang mit der dynamischen Unternehmensentwicklung die Entscheidung getroffen, sich unter das Dach der KMH Industrie Service Holding GmbH zu begeben, deren größter Einzelgesellschafter heute Friedrich Losberger ist.

 

Wachstum durch hohe Qualität, intelligente Produkte und hohen Service

Als Hersteller, Verkäufer und Vermieter von Zelten und Hallen hat  Friedrich Losberger seit 25 Jahren in erster Linie den Kundennutzen im Auge. „Wenn der stimmt, kommt alles andere von selbst. Wenn nicht, muss vor allem der Preis herhalten. Da lässt sich auch Suboptimales loswerden", so Losberger. Allerdings - über den Preis zu verkaufen ist für Losberger keine Alternative. „Denn das nimmt die Möglichkeit, den Kunden dauerhaft gute Leistung zu bieten. Die Leistung, die wir im Markt abgeben, hat ja bereits im Vorfeld ebenfalls ihren Preis. Das sind zum Beispiel angemessene Gehälter und Löhne für gutes, motiviertes Personal, angemessene Einkaufpreise für ausgesuchtes, erstklassiges Material und stetige Investitionen in Produktentwicklung, Marketing, Ausstattung der Arbeits- und Produktionsplätze sowie der Standorte." So die Sicht von Friedrich Losberger. Auch im Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre steht es für ihn außer Frage, dass er mit seiner Haltung richtig liegt. Immer wieder erlebt er, dass die hohe Qualität der Losberger Produkte, der Beratung und der Dienstleistung anerkannt ist und in vielen Märkten gegen die Tiefpreise anderer Wettbewerber den Ausschlag für die Auftragsvergabe an Losberger gegeben hat. „Wer ein Losberger Produkt besitzt, bleibt in der Regel deshalb auch ein treuer Kunde" sagt Losberger.

 

Das Angebot hat sich gegenüber den Anfangsjahren innerhalb der Zelte und Hallen erweitert. So liefert Losberger Zelte zwischen 3 m und 50 m Spannweite, ein- und zweigeschossig, angefangen für den Einsatz in der Gastronomie bis hin zu Großevents wie ganz aktuell der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Für die hat Losberger übrigens den größten Anteil an den mit Zelten auszustattenden Stadien erhalten.

Zu seinen Kunden zählen in erster Linie klassische Zeltevermieter, kleine und große Industrieunternehmen,  Kommunen und Eventagenturen. Aber auch Streitkräfte und Hilfsorganisationen. Diese erhalten neben den klassischen Konstruktionen vor allem auch professionelle, in kürzester Zeit aufblasbare Zelte, die von den Losberger-Töchtern TMB und AIS hergestellt werden.

Aber auch der Produktbereich Hallen entwickelt sich laut Friedrich Losberger sehr erfreulich. Abnehmer sind hier die Industrie, der Handel und das Gewerbe. Dort werden die Losberger Produkte als Produktions-, Lager- oder Verkaufsraum gemietet oder gekauft. Diesen Markt wird Losberger in Zukunft noch intensiver erschließen. Deshalb wurden in diesem Jahr die drei Hallenanbieter in der Gruppe, Gradinger Hallen, Nachbarschulte EuroHallen und der Hallenbereich der Losberger Intertent, zur Losberger Raumkonzept zusammengeschlossen. 

 

Der Ton macht die Musik

Bei allem Wachstum und erreichter Unternehmensgröße achtet Friedrich Losberger darauf, dass stets ein familiärer, ehrlicher Umgang miteinander im Hause herrscht. Nach wie vor sind er und seine Führungskräfte für jeden Mitarbeiter erreichbar. „Jeder muss spüren, dass der andere für ihn da und seine Meinung gefragt ist. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu besseren Entscheidungen geführt, als ich sie sonst womöglich getroffen hätte. Und Mitarbeiter, die sich bei Losberger wohl fühlen, schaffen einfach lieber, besser und mehr als andere, ihr Know-how bleibt uns lange Zeit erhalten - ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil. Dazu kommt, dass auch ich mich in dieser Atmosphäre besonders wohl fühle." So Friedrich Losberger. Die Personalfluktuation tendiert in der Losberger Group gegen null, der Krankenstand liegt deutlich unter dem Durchschnitt.

 

Losberger Zelte und Hallen sind weltweit im Einsatz. Markterschließung über Partner und eigene Standorte.

Neben der Präsenz in Deutschland, die Niederlassungen in Berlin und bei Frankfurt sowie ein Netz von Außendienstberatern umfasst, betreibt Losberger seit 1992 aktiv  die Entwicklung der Auslandsmärkte. Eigene Niederlassungen bestehen in Italien, England, Ungarn, USA und China. Daneben sind in vielen weiteren Ländern Vertriebspartner aktiv, die seit Jahren Losberger Produkte beraten, vermieten und verkaufen.

Im Rahmen der Internationalisierung wurden in den letzten Jahren nicht nur Auslandsniederlassungen gegründet, sondern auch Unternehmen erworben, die in ihren Märkten bereits gut aufgestellt sind. Die Losberger Group umfasst heute neben der Losberger Intertent mit ihren Niederlassungen weitere Zelt- und Hallenanbieter wie die Firmen Walter SAS, TMB, AIS und Bachmann sowie eine Produktionsgesellschaft in Litauen. Auch in China werden einige Produktkomponenten aus vertrieblichen Gründen für den dortigen Markt produziert. Friedrich Losberger verschwendet allerdings keinen Gedanken daran, die etablierten Produktionsstandorte bei Walter in Frankreich und bei Losberger in Deutschland in so genannte Billigländer zu verlagern. Zu wichtig sind für ihn die Bereiche Qualität und Service, die in hohem Maße zur Positionierung im Markt beitragen. Da bleibt für ihn kein Raum für „Lohnkostensenkungs-Experimente", die auch schnell zu überproportionalen Kostensteigerungen und Kundenproblemen führen können, wenn es zum Beispiel mit der Qualität nicht sofort klappt. Seiner Meinung nach sind markt- und kundenorientierte Entscheidungen in der Unternehmensführung deutlich wichtiger als reine Kostensenkungsübungen.

 

Gute Chancen für gesundes Wachstum auch in der Zukunft.

Heute beschäftigt die Losberger Group, die weltweit als Hersteller von Hallen und Zelten den ersten Platz belegt, rund 540 Mitarbeiter. Als Vermieter zählt sie mit rund 600-tausend qm vermietbarer Zelt- und Hallenfläche international zu den drei Großen. Für die weitere positive Entwicklung der Group sind, so wie sie heute aufgestellt ist, laut Friedrich Losberger ausgezeichnete Chancen vorhanden. So werden zum Beispiel viele Märkte für Zelte und Hallen durch die wachsenden Volkswirtschaften in vielen Ländern der Welt erst noch entstehen, wie derzeit in China, wo Losberger bereits Marktführer ist. Daneben sieht er neue Einsatzbereiche für seine Produkte, die es zu entwickeln gilt. Diese und andere Aufgaben will er als Geschäftsführer auch zukünftig gemeinsam mit seinen Mitarbeitern aktiv angehen. Und das möglichst erfolgreich. So wie er es schon immer getan hat.